9/09/2009

The international language is love...

Ich war seit fünf Tagen nicht mehr im Fitnessstudio... dafür war ich heute einkaufen. Das dauert hier nun mal seine Zeit (ohne Auto zumindest). Nach unserer digital Photograpy class gings los. Vier Stunden später waren wir endlich wieder daheim, nachdem Jasmin und ich den ganzen Heimweg laufen mussten, weil wir mal wieder, wie sollte es auch anders sein den letzten Bus verpasst haben. Gosh!!!

Ob ich sämtliche Kalorien die ich an diesem Wochenende zu mir genommen auch nur annährend verbrannt habe wage ich zu bezweifeln. Ich hatte die Ehre das Wochenende in Kansas City bei einer super lieben amerikanischen Familie zu verbringen, die es mit dem armen Studenten aus Deutschland besonders gut gemeint hat. Ich war von morgens bis abends nur damit beschäftigt zu essen und dann Platz für den nächsten Gang zu schaufeln. Man kann es nicht verleugnen die Amerikaner denken wirklich nur von Essen zu Essen. Der Tag teilt sich nicht auf nach Morgens, Mittags, Abends sondern nach Breakfast, Lunch und Dinner und dazwischen in Form von Snacks aller Form, in-between meals. Herrlich abartig das Ganze. Auf jeden Fall hatte ich mal wieder die Möglichkeit ganz alleine in meinem eigenen Zimmer mit eigenem Bad zu schlafen, was mich jedoch nicht davon abgehalten hat, nachts trotzdem noch mit meinem roommate zu telefonieren und unseren Trip nach Chigago in 2 Wochen zu planen. Ja, ich fahre nach Chicago. Die Fahrt steht schon, jetzt brauchen wir nur noch einen Schlafplatz, Zeit um meine ersten Couchsurfing experiences zu machen....

Experience hatte ich auch am Freitag mit meinem ersten Football game. Verpeilt und unentschlossen wie immer habe ich es natürlich hinbekommen erst unbedingt dort hingehen zu wollen, als ich erfahren habe, dass alle 75.000 Karten ausverkauft waren. Durch den „Ich-bin-aus Deutschland“ Status habe ich es dann aber tatsächlich noch geschafft eine Karte geschenkt zu bekommen und so in voller KU Montur im campuseigenen Stadium zu landen. Auch bei meinem zweiten Stadiumbesuch hatte ich wieder Gänsehaut am Stück und meine Augen waren total überfordert. Es ist echt der Wahnsinn was hier für ein Aufriss gemacht wird wenn ein Heimspiel ist. Schon den ganzen Tag vor dem Spiel reisen alle an und stellen sich ausgerüstet mit dickem Jeep, Pavillon, Grill und ordentlich Bier auf die Parkplätze rund um`s Stadium und feiern beim telegating ordentlich vor. Selbst trinken in der Öffentlichkeit wird an Spieltagen geduldet. Ich will nicht wissen wie es hier aussieht wenn das Erste Basketball Spiel ist. Ich werde es wohl spätestens im November herausfinden. Bis dahin ist erst mal ordentlich studieren angesagt. Der Berg an zu bewältigenden Hausaufgaben nimmt immer mehr zu und hat mittlerweile ungeahnte Ausmaße angenommen. Ich möchte nicht sagen ich bin überfordert, aber mein lieber scholli, ganz schön gefordert. Bis nächste Woche muss ein kompletter Business Plan für unser Semesterprojekt stehen. Eine Aufgabe, die die BWL Studenten in einem Semester zu lösen haben. Solange wenigstens ein bisschen Zeit bleibt, um meine neusten Legends Errungenschaften auszuführen werde ich mich nicht beschweren.....











9/02/2009

Are u tired today?

Wer hätte gedacht, dass mich das Bussystem, mit dem ich bis jetzt nur Ärger hatte, zu meiner Semesterarbeit in Graphic Design IV inspiriert. Als Hausaufgabe (klingt das nicht total seltsam im Zusammmenhang mit Uni?) mussten wir drei Organisationen vorstellen, einmal business, „niche“ group und non profit organisation, die interne Probeme aufweisen. Und was passt da als non profit organisation besser als das angestaubte zum verückt werdende Bussystem in Lawrence...wenn man überhaupt von einem System reden kann! Auf jeden Fall habe ich es mir zur Aufgabe gemacht ein neues Orientierungssystem und Erscheinungsbild für die Lawrencer Busse zu schaffen. Man darf gespannt sein. Zumindest hab ich jetzt wenigstens einen weiteren Grund mit dem Bus zu fahren. Orientieren werde ich mich wahrscheinlich an dem deutschen System, dass nach 4 Wochen Lawrence perfekt durchgearbeitet zu sein scheint. Abgesehen von meiner grandiosen Idee, philosophierten einige  Amerikaner darüber ob es nicht sinnvoll wäre so etwas wie Recycling einzuführen, einen Fast Food Laden wie Mac Donald nur in gesund zu schaffen oder das kompostieren durchaus eine Alternative dazu wäre anstatt alles in den Hexler in der Spüle zu werfen.

Besonders gut fand ich die Idee eines Amerikaners, der in Kanada von so etwas revolutionärem wie Flaschenpfand gehört hat. Dieses System wollte er nun auch seinen Landesgenossen näher bringen. Genial, oder? 

Was mich übrigens auch an den faszinierten Blick der amerikanischen Deskis im Auslandsbüro erinnert, die schier aus dem Häusschen waren als man ihnen erklärte welche Leistungen die Versicherten in Deutschland bekommen. 

Ob wir auf einen Spülmachinenbrand auch versichert wären weiß ich nicht genau...nur hätten wir beinahe die Gelegenheit bekommen das herauszufinden. Unsere desinfizierwütige Mitbewohnerin empfand es als dringend notwendig das schon saubere Geschirr einem erneuten Waschgang zu unterziehen. Klar auf der heißesten Waschstufe ( die im Gegensatz zu den Waschmachinen bei über 40° zu liegen scheint) und mit einer ordentlichen Dosis Desinfektionsmittel. Als wir genervt von einer Party nach Hause gestolpert kamen empfing uns eine dampfende Spühlmachine und ein daraus hervorquellender Schaumberg. Unsere Mitbewohnerin saß seelenruhig in ihrem Zimmer und desinfizierte derweilen ihre Stifte einzeln (kein scheiß!). Das von Mike geschriehene „ Foam party“ konnte mich in diesem Moment auch nicht mehr zum lachen bringen. Dafür habe ich heute in Digital Photographie fast einen lachbedingten Zusammenbruch erlitten. Während der Orientationweek haben wir uns in jeder Vorlesung darüber aufgeregt, dass es vor allem unter den Chinesen und Japanern normal ist während der Vorlesung in einen tiefen Schaf zu fallen. So schliefen von 300 Leuten im Saal meistens die Hälfte. Nach 2 Wochen Uni und sehr wenig Schlaf, bedingt durch Hausaufgaben und Feiereien, hat es heute Anna getroffen. Unser Dozent ,Luke, der seine Studenten anscheinend nur zu gut kennt, fragte Anna noch „Are u tired today“, was sie dann jedoch nicht daran hinderte mit dem Kopf auf ihren Unterlagen tief und fest auf dem Tisch einzuschlafen und auch auf meine Weckversuche keine Reaktion zeigte. Erst als Luke ebenfalls zu Weckversuchen ansetzte und lachend rief „ And she told me that she isn`t tired today“ schaffte es Anna wieder in die Senkrechte.

Das erinnert mich daran, dass ich heute auch etwas früher ins Bett gehen wollte.

Aber vorher noch: Alles Gute zum Geburtstag, Luischen! Bei uns hast du jetzt noch drei Stunden :)


                                                                           nächtliche Fototour 

                                                                          Sleep tight!

                                               Mikowellenpopcorn, Kaba, Gesichtsmasken,TV, Jasmin und Ich

                                                                             foam party

8/29/2009

AAAGGHH

Neuste Meldung von der Front. Die Schweinegrippefälle an der KU nehmen zu, genauso wie die Desinfektionsflaschen, Seifen und Tiegel in unserer Wohnung. Unsere Mitbewohnerin die amerikanischer nicht sein könnte ist vorbildlich im desinfizieren. Anfangs begnügte sie sich damit nur mit einer pinken Desinfektionsflasche um ihr Bett und den Schreibtisch zu wischen, mittlerweile hat das ganze ungeahnte Dimensionen angenommen. Zu der pinken Flasche sind noch einige bunte Flaschen dazu gekommen und mittlerweile wird sogar unser Geschirr in der Waschmachine erst noch mit blauer Desinfektionslösung besprenkelt bevor es gewaschen werden darf. Ihr Glaube an die deutschen Exchange students scheint nicht unbedingt groß zu sein, denn wir vermuten dass sie in unserer Abwesenheit nicht nur die Küche desinfiziert sondern auch Wolken von Virenkillern in den anderen Zimmern versprüht. Auf jeden Fall riecht es jedes mal wenn wir heimkommen verdächtig scharf danach. Auf unsere These, dass zuviel desinfizieren nicht gut für das Imunsystem ist reagiert sie mit Unverständnis. Aber wirklich verwundert sind wir darüber nicht, denn sie denkt auch, dass in Deutschland Mineralwasser aus den Wasserleitungen kommt und man nach Geschmacksrichtungen wählen kann. Ist das nicht herzallerliebst???

Trotz der Angst unserer Mitbewohnerin, dass die Deutschen die Schweinegrippe mit nach Hause bringen, haben Anna und ich uns heute Mittag in die Stadt gewagt um unsere Hausaufgaben in Fotografie zu erledigen. Geschlagene 4 Stunden sind wir quer durch Lawrence gelaufen um Luke, unsern Foto Prof. glücklich zu machen. Das Ergebnis waren fast 500 Fotos und vier übermüdete Füße.

Einen weitern großen Erfolg haben wir essenstechnisch zu verzeichnen. Auf das Anraten einer weitern verzweifelten Deutschen haben wir gestern tatsächlich einen deutschen Bäcker in Lawrence gefunden. Leider exestieren keine Bilder auf denen wir mit leuchtenden Augen vor der uns wie eine göttliche Offenbarung erscheinenden Theke stehen. Auf jeden Fall haben meine Kauwerkzeuge nach fast vier Wochen jetzt wieder Arbeit bekommen und eine Campbells Tomato soup schmeckt mit einer Scheibe frischen, knusprigen Brot gleich doppelt gut. 



                                                                                                        Annas Fotoversuchskaninchen

                                                                                                                                                       Ice Wars

                                                 Diskobeleuchtung nach einer "house-party" Schlägerei,
                                                fünf Polizeiwagen, ein Krankenwagen und eine Feuerwehr.... 
                                                und eine kleine Platzwunde. Prolemlösung auf amerikanisch!


                                                             Ben, Brooke, Ich, Laura, Johanna
                                                 isn`t it cute?




8/24/2009

Living next to swine flu


Tatsächlich fiel es mir heute besonders schwer meinen Blogeintrag zu betiteln. Ich habe geschwankt zwischen „They call it KINDERGARTEN“, „Living next to swine flu“ oder auch „Day trip downtown- the bus system in america“. Letzendlich hat es „Living next to swine flu“ auf den Titel geschafft. 

Gestern wurde mir auf einer bekannten community site  prophezeit, dass ich von einer Banane verschlagen werde. Diese Prophezeiung ist nicht in Erfüllung gegangen, trotzdem war mein Tag nicht minder spannend. Angefangen hat mein Tag heute morgen um 07:00 am (also viel zu früh für einen Trierer Design Studenten) dann gings in das immer noch sehr verwirrende Art & Design Gebäude, bei dem ich wohl noch eine Weile brauchen werde bis ich auf Anhieb und ohne morgendliche Frage-Antwort-Spiele zu meinen Klassen finden werde. Als ich dort jedoch erst mal angekommen war, zufrieden und glücklich mit mir selbst,  habe ich schnell gemerkt, dass ich meine Kurse auf Anhieb richtig ausgesucht habe. Mein Fotografiedozent ist super lieb und mag anscheinend die deutschen Austauschstudenten besonders gerne. So offenbarte er dem entsetzten Kurs, dass neben digitaler Fotografie auch Deutsch als Fremdsprache auf dem Stundenplan stehen würde und die final exams dieses Jahr in deutsch geschrieben werden. In der Tat bekam ich einen traurigen Blick und die Worte „ Wollen wir lernen deutsch“ an den Kopf geworfen als ich dazu ansetzen wollte die deutsche Menüführung meiner nagelneuen Canon 1000D in die englische umzustellen. Sehr symphatisch. Auch in meinem anderen Kurs „Grapic Design 4“ haben wir es mit einem sehr netten Dozenten zu tun. Was mir etwas Sorgen bereitet ist der rießige Berg an Hausaufgaben den wir schon heute nach der 1.Vorlesung aufbekommen haben. Und das schlimmste ist, anscheindend wird hier wirklich erwartet, dass man diese auch gewissenhaft macht. Ich schätze ich werde heute den täglichen Gym Besuch ausfallen lassen und mich um meine 30 Seiten Fachliteratur Radical Marketing kümmern. Nachdem ich gestern im Gym ein neues, ich möchte mal sagen sehr effektives Gerät ausprobiert habe, und eh am ganzen Körper Muskelkater habe. 

Als ich gegen zwei Uhr total verfroren aus dem Design Gebäude gekommen bin gings direkt weiter Richtung Bus, weil wir downtown noch Listen von Arbeitsmaterial zu besorgen hatten. Also dass das Bussystem hier sch**** ist habe ich glaube ich schon mal erwähnt, dennoch haben wir es heute noch mal versucht. Spätestens als uns die Busfahrerin, die anscheinend selbst nicht wusste wo sie war, drei Stationen zu früh aus dem Bus geworfen hatte war es bei mir rum mit der guten Laune. Mitten an einer dicht befahrenen Straße, umgeben von Fast Foodläden die nur noch aus Drive throughs bestehen, bei 35° Grad ist mega ätzend. Vor allem wenn du dann herausfindest noch weitere drei Blocks laufen zu müssen. Und ich rede hier nicht von deutschen „Blocks“ die man mal eben in ein paar Minuten nimmt, sondern von den amerikanischen, die sich schon mal ein paar Milen ausdehnen können. Als wir dann endlich an dem erwünschten Laden angekommen waren und alles erledigt hatten war die nächste Herausforderung wieder einen Bus zu finden der uns zurück zum Campus bringt. Das idiotische an den amerikanischen Busplänen ist, dass sie keinen Maßstab haben und man vergebens nach ausgeschilderten Bushaltestellen sucht. Und auch die in Deutschland so schönen mit einem Kreis umrundeten Haltestellenschilder sucht man vergebens. Was ich irgendwie sehr befremdlich finde. Alles wird hier ausgeschildert. Jedes MacDonlad wird kilometerweit 100mal ausgeschildert und angepriesen aber für ein einfaches Bushaltestellenschild fehlen anscheinend die nötgen Mittel bzw. die nötige Muse. Wir haben letzendlich zu einer Strategie gegriffen, die uns am Wochenende schon ein paar Amerikaner demonstriert hatten. Man stelle sich einfach an die Straße, durch die der Bus höchstwahrscheinlich fahren muss, und wartet an einem Stopschild (von denen es hier mehr als genung gibt) und springt im entscheidenden Moment wild winkend auf die Straße und hofft das der Busfahrer anhält. Bei uns hat es  geklappt und so sind wir nach viel Lauferei und Wartezeit endlich wieder im Jayhawker Tower angekommen. Schon auf der Busfahrt habe ich dann leider erfahren müssen, dass die swine flu im Gebäude nebenan eingezogen ist. Vier Schottinnen, die wir bei der orientation week kennengelernt haben, haben den H1N1 Virus. Und es gibt noch 32 weitere bestätigte Schweinegrippefälle an der KU. Seitdem bin ich nur noch am desinfizieren und hoffe einfach, dass es mich nicht trifft.


http://www.kansascity.com/news/breaking_news/story/1400771.html









8/22/2009

I got a feeling

Die Amis und das Bier.... ja was soll man sagen. Die Gerüchte stimmen. Das amerikanische Bier schmeckt wie Bier mit Wasser. Und von Colaweizen und Hellem, typischen deutschen Tugenden haben sie noch nie was gehört. Grund genug um mit einigen von ihnen durch Lawrence zu ziehen und nach deutschem Bier zu suchen. Letzendlich haben wir es geschafft einen Laden ausfindig zu machen in dem wir zumindest mal Becks, Weizen und Helles unseren amerikanischen Freunden näher bringen konnten.

1. Merkwürdigkeit ist, Amis trinken hier ihr Bier aus überdimensionalen Weingläsern mit Strohhalm

2. St. Pauli Girl wird hier als typisch deutsches Bier (exklusiv importiert) angeworben. 

Aber wir haben ja noch ein paar Montate Zeit den Amis diese Flausen aus dem Kopf zu treiben. 

Den heutigen Abend haben wir genutzt um mal wieder einer typischen amerikanischen house party beizuwohnen. Es war einfach unglaublich lustig. Man hat uns ein Spiel gezeigt,  „flip cup“ bei dem zwei Gruppen gegeneinander antreten und nacheinander Bier aus Bechern trinken, und diesen dann auf die Kante des Tisch`s stellen um ihn zu „flipen“. Naja, bei einem Match Deutschland gegen Amerika haben wir leider verloren aber auch hier gilt: Wir haben ja noch ein paar Monate Übungszeit.

Mal abgesehen von unserer heutigen Feierei hatte ich auch meine erste Vorlesung. Nachdem ich morgens verwirrt, übermüdet und hungrig  durch die weiten Flure des Art und Design Gebäudes geirrt war. Auf der Suche nach meinem Fotokurs, habe ich schliesslich mit Hilfe einer netten Amerikanerin meinen Kurs gefunden. Nachdem mich mein Dozent mit den Worten „Oh great, a new german. You guys have here special status“ empfangen hat wusste ich, hier bin ich richtig. Nach einer drei stündigen Einführung, während der ich mich wie in die Grundschule zurückversetzt gefühlt habe (schrecklich verschult alles) ging es weiter mit den alt bekannten und beliebten Vorstellungsspielchen, die ich ja schon während der Orientation week kennenlernen durfte. Zumindest weiß ich jetzt welche Sternzeichen meine Kommunitonen haben und welchen Charaktereigenschaften ihnen zugeschrieben werden. Man lernt eben nie aus! Genauso wie ich gelernt habe, dass in Amerika nach dem Bezahlen der horrablen Studiengebühren noch immer nicht Schuss ist mit lustig. Allein für meinen  Fotokurs werde ich wieder knapp 300 Dollar investieren müssen. Die Themen die wir bearbeiten werden sind dafür sehr intressant und ich freue mich schon mit meinen beiden Kameras (einmal digital und einmal analog) über den Campus und durch Lawrence zu streifen um alles festzuhalten und den positiven Wahnsinn hier zu dokumentieren.


                                                                             flip cup


                                                                 Anie-meine neue drittbeste Freundin :)


                                                             typisch amerikanische porch swing



                                                               wie gemalt unser KU Campus


8/19/2009

Schlaflos in KS

Eigentlich sollte ich schlafen, denn in ein paar Stunden muss ich mich wieder aus meinem Hochbett quälen, denn die Vorlesungen beginnen. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Das hat dazu geführt, dass ich heute nach dem Essen, dass ich für unsere Wohngemeinschaft gekocht habe ungefähr einen Liter Icecream with Chocolat Chips and Cookies alleine gegessen habe. Shame on me! Aber nachdem ich meine KU Card heute endlich bekommen habe steht ja auch meinen sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Weg. 

Tatsächlich ist es so, dass es die Amerikaner und die Universität an sich jeden Tag schaffen mich total aus der Fassung zu bringen. Aktuellstes Beispiel: Das campuseigene Gym. Ich sage nur dreistöckig, mit Kletterwand, eigener indoor Laufbahn in 10 Meter Höhe, Basketball courts, soccer Anlagen (ich rede von Mehrzahl!), Squash, drei Etagen Fitnessgeräte und gefühlte 100 Kursräume in denen von Yoga bis Kickboxen ALLES angeboten wird. Outdoor gibt es noch Tennisplätze, Beachvolleyballanlagen usw.. Jeder der mich kennt und weiß wie entscheidungsfreudig ich ab und an bin, kann sich vorstellen wie es mir nach dem Gym Besuch geht. Auch der gestrige Besuch im universitätseigenen Footballstadium war so überwältigend, dass ich während der komletten Veranstaltung eine Gänsehaut hatte und total überfordert war wohin ich meine Augen zuerst richten sollte. Ich meine mal abgesehen davon, welche deutsche Universität es sich schon leisten kann sein eigenes Stadium zu haben ist die Show und die Begeisterung der Studenten einfach unglaublich und total ansteckend. Also ich glaube ihr müsst mich hier abholen kommen wenn ihr wollt dass ich wieder komme! Wobei die Kurse beginnen ja erst morgen, womit ich wieder am Anfang meines heutigen Blogeintags angelangt wäre. Ich hoffe ich werde genauso begeistert sein wie bisher. Wünscht mir Glück :)

8/15/2009

Bonjour, hallo, ciao, hola, konichiwa

Waschen ist nervig, vor allem wenn man amerikanische Waschmachinen nutzen muss, die nicht höher als 40 Grad waschen und deine Wäsche nach 45 Minuten Wartezeit immer noch dreckig ist. ABER während meiner Wartezeit (ich muss sehr lange warten, denn ich muss jede Farbe doppelt waschen) habe ich endlich wieder Zeit zu schreiben. 

Vorgestern sind wir endlich in unser endgültiges Zuhause eingezogen. Es war ein super Gefühl endlich die Koffer auspacken zu können und sein Zimmer einzurichten. Die Wohnung in der ich jetzt mit Anna, Jasmin und einer Amerikanerin lebe ist super. Neu renoviert und bis auf das Wohnzimmer schon eingerichtet. Besonders beeindruckt hat mich der rießige amerikanische Kühlschrank, der hier in keinem Haushalt fehlen darf. Nachdem wir nachts noch im Walmart einkaufen waren (Walmart hat überall 24 Stunden geöffnet) ist unser Kühlschrank jetzt gut befüllt und wir werden die nächte Wochen wohl nicht hungern müssen.

Gestern hatte ich endlich die erste Gelegenheit feiern zu gehen, denn während der Orientation week bin ich nachts immer nur noch in mein stählernes Zellenbett gefallen. Zuerst waren wir auf einer Homeparty von einem Leader der Orientation week, danach gings in eine Disco, die leider wie alle Bars und Clubs in Kansas um zwei alle Feierwütigen vor die Tür setzten ( Katrin ich glaube dir hätte es gefallen :)!!! ).  Aber die Amis haben ein gut organisiertes System, dass ich noch nicht so ganz durchschauen, nachdem alle die aus dem Club herausgehen wissen wo die „AfterClub“ Party stattfindet. Man bekommt per Mundpropaganda eine Adresse gesagt und fährt einfach dort hin und feiert mit den gleichen Leuten wie im Club weiter, nur eben privat. Ich war gestern auf drei Home Partys und konnte bis jetzt noch nicht die eigentlichen Eigentümer der Arpartements ausfindig machen und niemand auf den Parties konnte mir sagen wer die Bewohner waren, da die meisten sie anscheinend selbst nicht kannsten. Nach drei Stunden Schlaf haben wir uns wieder aus dem Bett gequält, denn bei einer Art Flohmarkt der aber kostenlos ist hatten wir die Möglichkeit Sachen für unsere Wohung zu besorgen man nennt das hier auch „housewarming“. Und da in unserem Wohnzimmer bis jetzt nur ein einsamer, blauer Loungechair steht dachten wir das sei eine gute Idee. Zumindest bis wir in einer wilden Menge von Asiaten standen, die mindesten zehn Arme auf einmal zu haben schienen. Am Ende haben wir also weder Couch noch Tisch oder ähnliches ergattert nur ein Couchtisch leistet dem blauen Loungechair jetzt Gesellschaft.

Abgesehen von unserem ziemlich armseeligen Wohnzimmer läufts hier super. Ich habe mich jetzt schon in den Campus der KU verliebt. Super groß, weitläufig. In einer aktuellen Umfrage ist die KU unter den 40 besten Universitäten Amerikas und das zelebrieren die KU Studenten hier auch. JEDER trägt hier Kleidung von der KU. Das Merchandising ist der Wahnsinn. Es gibt alles von KU.  Angefangen bei der umfassenden Kleiderkollektion bis hin zu Christbaumschmuck oder einer kompletten Golfausstattung. Ich musste mir deshalb natürlich heute direkt auch ein paar KU Shirts zulegen. Die habe ich mir übrigens auch absolut verdient, nachdem ich die komlette letzte Woche damit verbracht habe mein Geld für Housing und Meal plan zu bezahlen, da wir Probleme mit dem Abbuchen hatten. Also Leute, holt euch eine Mastercard fals ihr vorhabt hier zu studieren!


                                                               unsere 4-er WG beim housewarming 


                                                    Chaos nach dem Walmart Einkauf



                                                         Teilansicht Campus

Aussicht aus unserer Wohnung