
die zwei im Partnerlookein halbes Jahr von und zu Kansas/Lawrence






What a beautyful day! Ja, die von U2 singen das ja schon seit Jahren. Und so sind Laura und ich, mit der richtigen Hintergrundmusik, letzte Woche mit dem Vorhaben für mich eine Winterjacke zu finden nach Kansas City gefahren. Und zwar mit dem Vorhaben NUR eine Winterjacke und evt. ein paar warme Pullover zu kaufen! Vielleicht liegt es an der Übermüdung und der dadurch verminderten Konzentrationsfähigkeit, aber meine Vorsätze hatte ich natürlich ganz schnell vergessen als ich vor Victorias Secret, Hollister und Co. stand. Mit schlechtem Gewissen und ein paar Partyoutfits mehr gings mit dem Auto, dass in Deutschland wahrscheinlich noch nicht mal bis zur Eingangstür des Tüvs gekommen wäre weiter in Richtung irgendwo. Die Wegbeschreibung hatten wir schon verloren bevor wir losgefahren sind. Die Cheesecake Factory, bei der wir unseren Dinner einnehmen wollten, haben wir dann schließlich doch gefunden. Nach unserem Besuch dort wäre ich jedoch froh gewesen wir hätte sie verfehlt. Ich war selten in meinem Leben so vollgegessen und das schon während dem Hauptgang. Und die Cheesecake Factory wäre nicht die Cheesecake Factory wenn man dort nicht den besten Cheesecake auf dieser Welt finden würde. Und so musste nach dem Hauptgang auch noch ein Stück Brownie Sundae Cheescake dran glauben. Nach drei Bissen des wiederlich süßen aber göttlich leckerem Cheesecake stand ich kurz vor einem Zuckerschock.
Und neues von der Feierfront. Das die Amis keinen Alkohol vertragen haben wir jetzt schon öfters feststellen müssen, trotzdem war ich halbwegs schockiert als ich gestern Nacht, gut gelaunt von einer Party heimlaufen wollte und plötzlich, aus meiner Sicht, Thomas ohne Vorwarung anfing mit einem Busch zu reden. Der Busch stellte sich schnell als orientierungslose, barfüßige ( wir haben seit Tagen Temperaturen um den Gefrierpunkt) total betrunkene gerade erst 21 gewordene Amerikanerin heraus. Nachdem wir ihr Handy 10 Meter von ihr entfernt im Vorgarten geortet hatten fingen wir an ihre Telefonliste abzutelefonieren um jemanden zu finden der das Häufchen Elend, das noch nicht mal mehr ihren Namen wusste abzuholen. Gefunden haben wir niemanden... Ihre Mutter die wir ans Telefon bekommen haben, hatte anscheinend nicht wirklich Lust ihre Tochter zu holen und so fragte sie uns allen Ernstes ob es nicht möglich wäre sie bei uns unterzubringen. Das wir ihr versicherten ihre Tochter auch nicht zu kennen schien sie auch nicht sonderlich zu beeindrucken. Naja, letzendlich hat sie dann also bei uns im Tower geschlafen. Kopf in dem von uns liebevoll entleerten Mülleimer und Mike und Thomas als Bewacher daneben. So kann man auch seine Nächte verbringen.Toll!

oh und ich arbeite auch...nebenbei :)
Erste Logoentwürfe für meine Firma Bright Green! Votings bitte jetzt...














Zwanzig Minuten Zeit zwischen Korrekturen, Darkroom, Vorlesungen, Labarbeit, Gym und anderen Wichtigkeiten. Zwanzig Minuten um zu bestätigen "Ja, ich lebe noch!".
Am Sonntag bin ich von meinem Wochenendtip aus Chicago zurückgekommen. Waren zwei super tolle Tage, jedoch auch zwei Tage die ich dummerweise arbeitstechnisch nachholen muss. Zu dem schlaflosen Wochenende in Chicago kommen jetzt noch weitere drei schlaflose Nächte dazu, in denen ich mein Brandbook fertig machen muss. Meine Augenringe fühlen sich an als ob sie sich langsam bis über meine Wangen ausstrecken, ich taumel nur noch über den Campus, ansprechen muss man mich mindestens dreimal bevor ich überhaupt reagiere und von meinen Schlafproblemen die ich in Trier hatte ist auch nichts mehr zu spüren. Die Arbeit verfolgt uns im Moment so sehr, dass Anna gestern sogar mitten in der Nacht aufgeschreckt ist und total panisch rief "Lisa, oh mein Gott wir haben die Vorlesung verpasst!". Nachdem ich sie mit viel Überzeugungskraft davon überzeugt hatte, dass die Vorlesungen nicht auch noch bis in die Nacht erweitert wurden viel sie wieder wie ein Stein in ihre bunten Walmart Kissen.
Aber jetzt doppelt so viel Arbeit zu haben, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Chicago ist die tollste Stadt der Welt (Naja, zumindest bis ich New York, Las Vegas, SF und Co. gesehen habe)! Ausgestattet mit einem Dutzend Donuts, Decken, Kissen und warmen Socken ging`s am Donnerstag Abend auf die 10-stündige MegaBus Reise Richtung Chicago. Dort angekommen gings mit dem Taxi weiter zu unserer Übernachtungsmöglichkeit, ein super tolles Pärchen, die in einem Haus, 10 Minuten Fußweg von Downtown entfernt wohnen. Von da aus sind wir bewaffnet mit ordentlich Gepäck (Digitalkamera, Spieglereflex, Analogkamera und dem zusätzliche Kram den Mädels immer so mitschleppen) Richtung Innenstadt gestartet. Gewidmet haben wir uns Freitags vor allem den Touri Zielen Chicagos. Also Millenium Park mit der „Bean“, Museum of Art Institute, Lake Michigan und den Blick auf die Scyline. Abends ging`s aufgetorkelt in den 96sten Stock des Hancock Towers um bei einer fantastischen Aussicht über ganz Chicago einen 20 Dollar Cocktail zu schlürfen. Den Partymarathon den wir uns fest vorgenommen hatten, konnten wir dann leider doch nicht mehr in die Tat umsetzten, da wir uns nach über 24 auf den Beinen wie tot gefühlt haben...und wahrscheinlich auch dementsprechend ausgesehen haben.
Am Samstag haben wir dann natürlich erst mal verschlafen und sind trotz rennen und Unterstützung eines Taxis zu spät zu unserer am Tag vorher gebuchten Segway Tour gekommen. Also die Gruppe war weg.... Aber wie wir schon öfters feststellen mussten, gilt in Amerika anscheinend das Motto „Dreist kommt weiter“. Man kommt zu spät, gar nicht oder verplant sonst irgendwas, wird aber am Ende trotzdem noch dafür belohnt. So haben Anna und ich also eine Extra Tour bekommen. Perfekt auf uns zugeschnitten. Da der Tourguide in unserem Alter war und dazu auch noch Art studiert hatte wusste er genau Bescheid was er uns zeigen musste. Nach einem Frühstück in einem italienischen Cafe gings mit dem Segway quer durch Chicago. So weiß ich jetzt wo Batman gedreht wurde, welche Fotografen gerade angesagt sind und wie die verschiedenen skyscraper heißen.
Das ganze auf dem Segway. Es war einfach der Wahnsinn. Ich will so ein Ding! Geballte 8 Meilen pro Stunde, voll elektrisch und nur durch Vor-und Zurücklehnen des Körpers zu bedienen. Ich war ein Held auf diesem Ding, bei einem Wettrennen gegen Anna hab ich leider verloren, ich schiebe das aber auf einen Fehlstart ihrerseits :)
Samstag Nacht gings dann auch schon wieder Richtung Lawrence. So gut wie ich die Hinfahrt rumbekommen habe umso schlimmer war die Rückfahrt. Der Bus war voll mit böse schauenden Farbigen, die alle einen nicht wirklich seriösen Eindruck auf mich gemacht haben. An Schlaf waren die 10 Stunden nicht wirklich zu denken. Die Frau hinter mir hatte anscheinend, wage ausgedrückt, familiäre Probleme. Das sie dabei zusätzlich aus dem tiefsten Getto von San Louis zu kommen schien machte die ganze Sache nicht unbedingt leichter. So schrie sie über Stunden hinweg in ihr Telefon. In 1,5 Minuten schaffte sie es auf über 20 Schipfwörter (Wir haben Strichliste geführt!). Sätze wie „You motherfucking bitch I don`t give a fuck about the police I am gonna fucking kill you and your damn kids“ waren noch die harmlosen Sätze die ich leicht eingeschüchtert die halbe Nacht ertragen musste. Neben mir saß eine Frau, die zusammen mit dem Typ vor mir ein Schnarchkonzert startete. Keine Ahnung wie sie bei den Telefonaten der netten Dame hinter mir überhaupt ein Auge zu tun konnten. Das Kleinkind auf dem Sitz schräg gegenüber war da anscheinend eher meiner Meinung, sodass es die halbe Nacht am schreien war und irgendwann auch noch wortwörtlich die Hose voll hatte. Total gerädert und dicken roten Augen kamen wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit in Kansas City an. An Schlaf war aber auch im Tower angekommen nicht zu denken. Dort warteten die Ordner, Hefter und Unterlagen immer noch genauso wie wir sie verlassen hatten. Schade! Ich bin froh wenn die Woche endlich rum ist und ich mich endlich um meine Augenringe kümmern kann... Aber jetzt erst mal Brandbook designen...
Ich habe Schmerzen. Und zwar am ganzen Körper. Woher das kommt? Ich war gestern Wakeboarden und abgesehen von dem Muskelkater in sämtlichen Körperregionen und den blauen Flecken die es sogar auf meine Füße geschafft haben, habe ich geschätzte 10 Liter Wasser aus dem Clinton Lake geschluckt. Soll ja gesund sein, da mein Immunsystem mittlerweile sonst eh nichts mehr zu tun hat, dank unserer verrückten Mitbewohnerin.
Beim boarden an sich habe ich mich ziemlich gut geschlagen ( sagte zumindest ein Profi :) ). Direkt beim ersten Versuch habe ich es aus dem Wasser geschafft, war über diese Tatsache jedoch so überrascht, dass ich wieder sehr schnell, relativ unelegant im grünen Wasser gelandet bin. Nach einigen Versuchen klappte das Ganze schon sehr gut, nur das mit dem Lenken habe ich noch nicht ganz verstanden. So bin ich die meiste Zeit eher neben dem Boot hergefahren statt dahinter.
Falls das Wetter hält werde ich bestimmt nächste Woche noch mal mein Glück versuchen. Es gibt schlimmeres als den ganzen Tag in der Sonne auf einem Boot zu liegen und ab und zu ein bisschen Sport zu machen.
Sport machen wollte auch ein Cheerleader aus dem Stuntteam den ich am Donnerstag auf unserer fast schon traditionellen Abe&Jakes night kennengelernt habe. Noch bevor ich mich wehren konnte, hatte der nette Typ mich auch schon in die Luft geschmissen um seine komplette Manneskraft zu demonstrieren. Ich wusste bis jetzt nicht, dass es tatsächlich möglich ist mich ohne technische Hilfsmittel derartig weit in die Luft zu bekommen. Ich möchte mal sagen ich hatte Angst und nach der Landung war ich um zwei dicke blaue Flecken reicher. Das er danach meinte ich würde mich gut im Team machen konnte mich dann auch nicht mehr glücklich machen. Vor allem weil die Mädels im richtigen Stuntteam wahrscheinlich noch nicht mal halb so viel wiegen wie ich. Die Bilder von dem Abend sind bei Facebook online. ich hatte natürlich mal wieder die Kamera vergessen. Passiert mir leider öfters, so dass ich die letzten Wochen nicht wirklich viel Fotomaterial sammeln konnte. Aber an alle die auf Fotos warten: Ich schwöre Besserung.
Jasmin geht es auch wieder besser, nachdem sie nach einem verzweifelten Versuch die Sammlung von klingelnden Weckern unserer Mitbewohnerin auszuschalten zuerst den Kopf an der Decke angestoßen hatte und dann vor lauter Schreck über den Kontakt mit der Decke sich auch noch das Gesicht an der Bettkante angeschlagen hat. Nachdem ich ihr nach dem Unfall erst mal ein großen Handtuch mit Eis gemacht hatte kämpft sie jetzt nur noch mit einem brummenden Schädel und einem pochenden Gesicht. Jasmin macht aber auch immer Sachen...
Was mich auch gerade an die ziemlich nahe Decke erinnert ist der Feueralarm der gestern mal wieder losgegangen ist. Also unsere Quote liegt im Moment bei einmal die Woche. Jemand kann nicht kochen und die ganze Meute aus den Towern muss begleitet von einem unerträglich lauten piepen und einer im Wechsel Männer- und Frauenstimme verkündenden „ It`s an emercency. Please take the next exit and leave the building“ das Gebäude verlassen. Dann ist auch egal ob du nur Unterwäsche anhast oder wie Jasmin das letzte Mal gerade eine Haarfärbung in den Haaren hast. Die meisten Bewohner inklusive mir sind langsam etwas genervt von dem ständigen Fehlalarm, der jedoch die fire fighters nicht daran hindert mit voller Montur und 6 Einsatzwagen anzurücken. Naja so hat man wenigsten die Gelegenheit vor dem Tower die gelangweilten Gesichter der anderen Towerbewohner besser kennenzulernen. Sollte der Alarm jedoch irgendwann nachts mal losgehen laufe ich Gefahr mir vor lauter Schreck so den Kopf an der 30cm weit entfernten Decken anzuschlagen, dass ich direkt ohnmächtig wieder in meinen Kissen falle. Hoffen wir mal das man uns wenigsten nachts mit dem „it`s an emercency..“ verschont.